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SYKE.
"Wir sind absolut zufrieden mit
der Resonanz", zog Gertrud Harthus vom Organisationsteam am späten
Sonnabend eine positive Bilanz des sechsten "Jazz Folk und Bike"-Festivals.
Und die immer noch gefüllte Diele des Syker Kreismuseums bestätigte
sie in ihrer Einschätzung. Besonders freute Gertrud Harthus, dass
Gäste aus Osnabrück, Hamburg und Hannover extra zum Festival
angereist waren.
Sie alle drängten sich auf der Diele, und während sie den Auftritt
von Hiss erwarteten, wurden schnell noch die kulinarischen
Spezialitäten gekostet oder Wein und Bier geholt. "Das ist ein
echtes Kontrastprogramm zu Mick Pinis Blues-Rock", stellte sich
Jürgen Lohmeyer vom Orgateam auch schon mal mental auf das Programm
von "Hiss" ein - und war noch ganz begeistert vom Auftritt der
Blueslegende. "Wie der das ,Hey Joe' von Jimi Hendrix gespielt hat!"
Dann betraten endlich die fünf Musiker von Hiss die Bühne und legten
gleich ordentlich los: "13 Jahre Hiss heißen 13 Jahre große Gefühle
und falsches Pathos", führte Bandleader Stefan Hiss das Publikum in
den Bombastsound der Gruppe ein.
Und die großen Gefühle wurden gleich mit dem ersten Stück "Amor"
reichlich und ironisch bedient: "Bevor ich mich verliebe, gehe ich
in den Fluss." Witz und Ironie auch im Stück um künstliches
Testosteron: "Männer beneiden mich, denn ich kann immer . . ."
Stefan Hiss als Sänger, Conferencier und Akkordeonist rief mit
selbstironischen Kommentaren immer wieder Gelächter hervor, und die
hervorragenden Musiker Thomas Grollmus (Gitarre, Mandoline), Patch
Pacher (Schlagzeug), Volker Schuh (Bass) und der virtuos spielende
Michael Roth an der Mundharmonika sorgten mit ihren
temperamentvollen Klängen dafür, dass vor der Bühne schon einige das
Tanzbein schwangen. Aber das Tempo sollte noch gesteigert werden:
"Ich weiß schon, warum noch nicht mehr tanzen, das war ja noch keine
richtige Polka", äußerte Hiss die Vermutung, dass die Stücke zuvor
wohl noch nicht den richtigen "Drive" fürs Publikum gehabt hatten.
Dann setzen "Hiss" noch einen drauf und präsentierten eine
Taktgeschwindigkeit, die vielen, die spontan mithüpften, schier den
Atem raubte. Weiter ging es von Stück zu Stück, von Polka zu Tango,
über Country zum richtig fetten "Madnesssound" beim Suppenliebeslied
"In der Brühe liegt die Kraft".
Stimmungsvolle Balladen mit geistreich ironischen Texten rundeten
das perfekte und anspruchsvolle Repertoire der Gruppe ab: "Was
treibt vorbei im Dämmerlicht, starrt mich an und sieht mich nicht?"
Auch "Die Königin der Schmerzen" war so eine Ballade und die Zuhörer
erfuhren, dass für Hiss die Musik diese Königin ist. "Wo bist Du",
"Männer in der Nacht" und - da "Hiss" sozusagen nichts heilig ist -
die temperamentvolle "Friedhofpolka" rissen das Publikum immer
wieder in einen Rhythmus, in dem jeder mit muss: den
Dreiviertelrhythmus der Polka.
Die Entscheidung der Veranstalter, in diesem Jahr weniger Konzerte
anzubieten, hat sich als gute Taktik herausgestellt. So konnten die
Besucher jedes der acht Konzerte in voller Länge genießen und ohne
Stress die verschiedenen Orte erreichen. Neben Hiss und der Mick
Pini Band boten Siembra, Trio Macchiato, Alpcologne, Shoot the Moon,
Diknu Schneeberger und Goo Birds Flight den Besuchern an fünf
verschiedenen Standorten rund um die Hachestadt musikalische
Unterhaltung der Extraklasse. Beim Festival war wieder für jeden
Musikgeschmack etwas dabei.

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Eine Blues-Legende gibt sich im Kreismuseum die Ehre
Die Mick-Pini-Band spielt beim Festival Jazz Folk und Bike
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Von Jörn Dirk Zweibrock SYKE. Eine
hochkarätige Band nach der anderen steht am ersten
Septemberwochenende, 6. und 7. September, beim Festival Jazz
Folk und Bike auf der Bühne. Nach der lateinamerikanischen
Formation "Siembra" spielt die Mick-Pini-Band am Sonnabend,
6.September, ab 19 Uhr im Syker Kreismuseum auf.
Mick Pini und seine Band servieren dem Publikum Blues-Rock,
Electric Blues und Funk. Wenn Bandleader Mick Pini seine
Stratocaster "streichelt", gibt es für Fans kein Halten
mehr. "Mister Slowhand", Eric Clapton, hat den britischen
Gitarristen mit italienischen Wurzeln einst sogar mit Peter
Green verglichen. Seit Jahren ist Reibeisenstimme Pini mit
seinem Stratocastersound Gast auf den wichtigsten
europäischen Musikfestivals. "Mick Pini - das ist weißer
Blues mit tiefschwarzer Seele", gerät der Organisator des
Festivals Jazz Folk und Bike, Gerd Harthus, beim Gedanken an
den Gitarristen von der Insel ins Schwärmen.
Neben Mick Pini, Sänger und Gitarrist, stehen Uwe Jedinsky,
Bass, Markus Klopfer, Drums, und Gregg Wittner auf der
Bühne. Das Quartett ergibt zusammen die Mick-Pini-Band.
Nicht nur Cover-Stücke, sondern auch eigene Songs gibt die
Mick-Pini-Band am 6. September vor der historischen Kulisse
des Syker Kreismuseums zum Besten.
Vor genau zehn Jahren wurde Mick Pini, der der gleichnamigen
Band den Namen geliehen hat, mit dem "Talkin' Blues Award"
ausgezeichnet. "Es ist fantastisch, den charismatischen Mick
Pini zu erleben, wie er mit seiner Stratocaster den
Bluesrock überzeugend gefühlvoll und mit einer
überwältigenden technischen Perfektion lebt", sagt Rainer
Köster vom Veranstalter des Festivals Jazz Folk und Bike,
dem Syker Verein Jazz Folk Klassik (JFK). Pini drücke seinen
Liedern einen rockigen Stempel auf und erweise sich bei den
Soli als Meister seines Fachs.
Tickets für das Konzert gibt es in den Filialen der OLB, bei
Per Pedal, dem Syker Kreismuseum, der Wassermühle Barrien,
dem Barrier Kirchenbüro sowie im Bremer Pressehaus und allen
Geschäftsstellen des WESER-KURIER. |
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© Copyright Bremer Tageszeitungen AG Ausgabe: Syker Kurier
Seite: 2 Datum: 29.08.2008 |
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